289 SCHLARAFFIA© FIRST IM FELDE
Der Uhu schützt mit weisem Blick und segnet unser Treiben ...
Chronik
Im profanen Jahr 1928 kam erstmalig der Sparkassendirektor Buchegger aus Fürstenfeld mit Schlaraffia in Graz in Berührung und dabei sprang  bei ihm der zündende Funke über. Die Verkehrsverbindungen waren jedoch zu jener Zeit denkbar ungünstig und so war nicht daran zu denken, dort sesshaft zu werden. Dennoch ging der Anstoß zur Gründung eines Uhunestes paradoxerweise von diesem Nichtschlaraffen aus. Er hatte erfahren, daß Rt. Componifax der fahrende Spielmann der h. Grazia als Inspektor an die hiesige Tabakfabrik versetzt wurde und überdies ein weiterer Bankkunde, Baurat im benachbarten Burgenland, sich als Rt. Dickl der Höhlenschnüffel, fahrender Sasse der h. Bosna Saraj (Sarajevo) herausstellte. Dir. Buchegger, der nachmalige Rt. Giropemperl, fand in der kunstsinnigen Kleinstadt mit ihrem Theater und dem altehrwürdigen k. und k. Realgymnasium rasch 20 Persönlichkeiten, die er für die Ideale Schlaraffias gewinnen konnte und so waren die Erfordernisse für einen Uhustammtisch sehr bald erfüllt. In Anlehnung zum steirischen Grün-Weiß und dem österreichischen Rot-Weiß-Rot wurden als Reychsfarben Grün-Silber-Rot gewählt. Bei den Burgbauversuchen gab es zu Beginn allerdings erhebliche Schwierigkeiten; die unzulänglichen ersten Uhunester im Gasthaus Astl, dann im Hotel Bauer, beide am Ungarplatz (heute Stadt-Zug-Platz) und schließlich im Gasthaus Lagler am Hauptplatz vermochten jedoch die übergroße Begeisterung und Zuversicht der angehenden Erzschlaraffen nicht zu bremsen. Und so konnte die h. Grazia a.U. 70 dem Uhuversum die Neugründung der Colonie First im Felde vermelden. Trotzdem herrschte im Mutterreych allzu große Skepsis vor, scheiterte ja auch der Versuch, den Uhustammtisch Hart am Berg im profanen Hartberg zu errichten. Und ob darüber hinaus am Rande des deutschen Sprachraumes, fernab der großen Heerstraßen, ein Reych würde bestehen können wurde bezweifelt. Doch es konnte. Und so kam es  am 30. Ostermond a.U. 72 durch ErbHkt. Fichte der Allmutter Praga zur feierlichen Sanktionsfeyer im Festsaal des Hotels Brauhaus, der insgesamt 18 Reyche mit etwa 150 Sassen beiwohnten. Und Uhu breitete seine  Schwingen auch in den darauffolgenden Jahrungen schützend über dieses blühende und ständig wachsende Reych. Als jedoch die politischen Ereignisse ihre Schatten auch auf Schlaraffia warfen, mußte in der Schlussschlaraffiade im profanen März 1938 die Selbstauflösung beschlossen werden.    Die Weltenfehde hat auch in der First im Felde schmerzliche Spuren hinterlassen; in den ersten Nachkriegsjahren waren effektiv nur 4 Sassen in ihrer Heimatstadt sesshaft und daher konnte  ein Wiederbeginn erst am 31. Christmond a.U. 89 (profan 1948) unter kräftiger Unterstützung der hohen Grazia vermeldet werden. Und von da an erblühte dieses kleine Reych ständig, trotz mancher schmerzlicher Rückschäge durch Ohos Tücke. Eine wunderschöne neue Heimstatt wurde im Hotel Brauhaus am Grazerplatz errichtet, die bis zur Schließung des Betriebes für viele Jahrungen einen   prächtigen Unterschlupf bot. Erst mit Beginn der Winterung a.U. 124 mußte der bislang letzte Burgbau in Angriff genommen werden: das herrliche und heimelige Schloß am Stein in der heutigen Form erstand in zwei Ausbaustufen im Gasthaus Wagner an der Feistritz, in dem die Ritter von unserer Hospesia herzlichst betreut und vom Hospes kulinarisch stets aufs Neue verwöhnt werden. So sollte die First im Felde, so Uhu will, noch für viele weitere Jahrungen eine ideale Bleibe gefunden haben, die für die normalen Sippungsabende ebenso den vertrauten familiären Rahmen bildet wie sie auch bei größeren Festen und Feiern den Gästen genug Platz bieten kann. Der Sippungsabend der First im Felde ist bei vielen Recken aus den befreundeten Reychen wie auch aus entfernten Gemarkungen ein stets begehrtes Ziel. Unzählige Amici, Protektoren und Paladine, darüberhinaus bereits 26 Reychstreuwardeine (mehr als 100 Einritte) und zahlreiche Botschafter sowie Ehrenritter zeugten und zeugen noch immer von den engen Banden zwischen Freunden und uns. Aber auch begehrte Auszeichnungen wie der Orden der Grünen Mark für den Einritt in sämtliche steirischen Reyche in einer Winterung oder der Zwiebelfischorden bei dem Zwiebelfischturney in der Lenz- und Liebesippung. Sie locken viele Ritter ebenso in unsere Burg wie die stets hervorragende Wildbret- oder die Sauschädlatzung in der Jagasippung beziehungsweise beim Sauschädlturney. Darüberhinaus werden die engen Bande zu unseren Nachbarn aus Niederösterreich und dem Burgenland zu den beiden Reychen An der Klausen und Ferrostadia  dokumentiert durch die alljährlich in abwechselnder Reihenfolge abgehaltene 3-Burgen-Sippung. Die First im Felde wird auch durch ihre immer wieder praktizierte Musikalität geschätzt. Die Konzertsippung mit schlaraffischen Künstlern stellt in jeder Winterung einen musikalischen Hochgenuss dar. So sippten und sippen wir auch fürderhin als innige Gemeinschaftsrunde zusammen mit  den befreundeten Rittern aus den nahen und fernen Reychen. Sie reyten immer wieder gerne ein. Eine herzliche Schmierbuchfechsung a. U. 104 gibt darüber Kunde und sie möge auch unser Wunsch für die Zukunft sein: Zum ersten Mal in Eurem Reyche: Habt Dank! Das brüderlich LULU War auch im First im Feld das Gleiche Und herzlich labe ich Euch zu. Das Reych, es wachse und gedeihe, daß Freude und daß Überfluß UHU Euch gnädiglich verleihe, wünscht frohen Mut`s Euch CUENUS Aus der Chronik, verfasst von Rt Terrameter anlässlich des 75. Stiftungsfestes des Reyches
Netzwisch an den Netzvogt
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