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Sommerung
Klangbuch

 

KLANGBUCH 
derer in der First im Felde

zusammengestellt von Rt Tulli a.U. 143

Sippungs Anfangslied

Worte: Burgsang von Lichtenegg
Melodey: Componifax der Fahrende Spielmann

Ehe, des Tamtams Ruf erklang,
lasst uns den Uhu grüßen,
und wieder ein paar Stunden lang
Schlaraffenluft genießen!

Solo: Herr Vogt, die Brücke zieht empor,
hier herrsche Freundschaft, Kunst, Humor.
Alle: In arte voluptas, voluptas, voluptas.

Hass, Neid und Hader dürfen nicht
in unsre Mauern dringen.
Nur wer mit blanker Waffe ficht,
darf sippen hier und singen.
        Herr Vogt...

Der Uhu schützt mit weisem Blick
und segnet unser Treiben,
drum lasset uns in Leid und Glück
bei unsrer Mutter bleiben.
           
Herr Vogt...

Abendlied

Schon wieder ist der Abend da, die Arbeit kann geschehen – 
ein Abend in Schlaraffia muss das Gemüt erhöhen! 
Dem Uhu gilt der erste Gruß, den Aha man verehren muss, 
Oho, Ihi, dazu, Uhu! Uhu!

Gern eilen wir mit frohem Sinn zu uns’ren Uhubrüdern, 
schnell geht ein schöner Abend hin bei Gläserklang und Liedern. 
Man sieht’s an jedes Bruders Aug‘, am Glanzesblick, am Wangenhauch: 
Das Herz gehört dazu, Uhu! Uhu!

Es ist Schlaraffias schönste Zier ein harmlos heit’res Streben, 
drum sollen stets als Brüder hier Uhus Verehrer leben. 
Verbannt sei aller Zank und Neid, hier herrsche nur die Fröhlichkeit: 
und Witz und Geist dazu, Uhu! Uhu!

So füllet denn auf unsren Ruhm die Gläser bis zum Rande, 
es lebe das Schlaraffentum hoch über alle
Lande! 
Es wachse unsre Narretei zugleich mit unsrem Hirsebrei: 
Hoch lebe der Uhu, Lulu! Lulu!

Schlaraffen – Hymne

Strömt herbei, Schlaraffenscharen,
laut zu preisen uns’ren Bund!
Wer will echte Lust erfahren
auf dem weiten Erdenrund,
nur Schlaraffia kann sie geben,
nur Schlaraffia ganz allein!
Drum Schlaraffia, sollst du leben
und sollst laut gepriesen sein.

Brüder auf von euren Sitzen,
nehmt den Humpen schnell zur Hand;
lasst den Schaum zum Himmel spritzen:
Dreifach „Heil Schlaraffenland!“
Dreifach Heil aus vollster Seele,
dreifach Heil zu jeder Stund,
und Lulu aus voller Kehle
unsrem hehren Bruderbund!

 

Ehe

Lasst erschallen zum frohen Gesang 
der Stimmen Klang zu hehrem Uhus Preis.
Drei der Tugenden schreibt aufs Panier 
und pflegt sie hier im Freundeskreis.

Ehe!  Ehe, das kleine Zauberwort,
Ehe! Ehe, klingt tausend Jahre fort.
Ehe! Die Humpen lasst uns heben,
kling! Schlaraffia soll leben!

Erste Tugend, die uns hat geeint 
und wert uns scheint, sei stets der Freundschafts Band.
Dass kein Neider zerreißen es soll, 
hier als Symbol reicht euch die Hand.
        Ehe!...

Auch der Kunst sei das Reych stets ein Hort, 
sie blühe fort, uns allen lieb und wert;
sie zu schätzen als Kleinod allhier 
geloben wir, die Hand auf’s Schwert.
        Ehe!...

Und als dritte der Sitten im Bund 
in uns’rer Rund‘ soll gelten der Humor!
Er, der Tröster in irdischem Leid 
zu jeder Zeit hier herrsche vor.
        Ehe!...

Auf Brüder

Auf, Brüder, singt aus voller Kehle Allschlaraffia ein fröhlich Lulu!
Hell glänzt ihr Schild und ohne Fehle, immer treulich beschirmt von Uhu!

(flüsternd) Heut, Brüder, ist ein ganz besondrer Tag. 
Heut freut sich mächtig der Uhu und wir dazu.
(ff) Drum Brüder singt aus voller Kehle Allschlaraffia ein fröhlich Lulu!

Auf, Brüder, jubelt alle Male, dass Uhu uns so fröhlich vereint!
O, wir genießen wie die Aale seine Sonn`, die so warm uns bescheint!

(flüsternd) Heut, Brüder, ist ein ganz besondrer Tag. 
Heut freut sich mächtig der Uhu und wir dazu.
(ff) Drum, Brüder, jubelt alle Male, dass Uhu uns so fröhlich vereint.

Auf, Brüder, lasst die Quellen fließen, aus dem Geist und den Herzen hervor!
Lasst uns einander recht genießen! Lasset schäumen den goldnen Humor!

(flüsternd) Heut, Brüder, ist ein ganz besondrer Tag. 
Heut freut sich mächtig der Uhu und wir dazu.
(ff) Drum, Brüder, lasst die Quellen fließen  aus dem Geist und den Herzen hervor.

Auf. Brüder, hebet die Pokale: Allschlaraffia ein donnernd Ehe!
Hei, in dem alten Rittersaale sind wir fröhlich vom Kopf bis zur Zeh`!

(flüsternd) Heut, Brüder, ist ein ganz besondrer Tag. 
Heut freut sich mächtig der Uhu und wir dazu.

Aufmunterung

Jetzt, Schlaraffen, wetzt die Waffen scharf wie nie zuvor. 
Heute gibt’s herbei zu schaffen Frohsinn und Humor! 
Singet Lieder, dringet wieder innig in Uhu, 
dass er unser Herz erfreu! Lulu, Lulu!

Kunnt` mitunter kunterbunter Zunder hier erglüh`n, 
Heute soll das Feuer unsres Frohsinns nur so sprüh’n! 
Greift nur vor, dass Geist, Humor und Witz man füg‘ hinzu; 
hui dann flammt die Flamme hoch! Lulu, Lulu!

Rauschend wallen aus Ahallen Heldenrufe her: 
„Sind wir auch für euch gefallen, trauert nun nicht mehr! 
Bleibt beim Schaffen, seid Schlaraffen, freut euch mehr denn je 
bis zum letzten Atemzug! Ehe! Ehe!“

Golden blinken deine Zinken hell im Sonnenstrahl, 
deine stolzen Türme winken über Berg und Tal, 
teu’re Feste, allerbeste, First im Felde du, 
dir sei unser Herz geweiht! Lulu, Lulu!


(ff) Drum, Brüder, hebet die Pokale: Allschlaraffia ein donnernd Ehe!

 

Das Lied vom Ideal

Ein Lied von donnernder Gewalt, so von den Marken weit
des Uhuversums widerhallt, sei jetzo dir geweiht,
Das Echo soll in alle Welt dich preisen tausendmal
hinauf bis zu dem blauen Zelt, dich hohes Ideal.

Heil dir, Schlaraffia! Heil dir, Uhu!
Dir First im Felde fern und nah,
ein dröhnendes Lulu, ein dröhnendes Lulu.

Wo dieses Ideal die Nacht profanen Seins erhellt.
da wird durch seine Zaubermacht zum Paradies die Welt.
Und ew’ger Frühling jubelnd zieht bis in das fernste Tal,
und jubelnd singt mein Herz das Lied, das Lied vom Ideal,

Heil dir, Schlaraffia! Heil dir, Uhu!
Dir First im Felde fern und nah,
ein dröhnendes Lulu, ein dröhnendes Lulu.

 

Wie könnt‘ ich dein vergessen?

Wie könnt‘ ich dein vergessen, schlaraffisch Wunderland? 
Ich bin mit tausend Ketten so fest an dich gebannt. 
Du bist der Freundschaft starker Hort, 
du pflegst Humor in Tat und Wort, 
du reichst im Unglück jedem der Deinen treu die Hand. 
Wie könnt‘ ich dein vergessen, schlaraffisch Wunderland?

Wie könnt‘ ich dein vergessen, unsterblicher Uhu, 
es schlagen tausend Herzen in wahrer Lieb‘ dir zu, 
dir huldigt nur, der treu es meint, 
der Witz mit edlem Ernst vereint, 
in den Gefahren bist unser ew’ger Schutzgeist du. 
Wie könnt‘ ich dein vergessen, unsterblicher Uhu.

(Das Reych erhebt sich)  
Wie könnt‘ ich dein vergessen, Allmutter Praga dich, 
es scharen treue Sassen um deine Banner sich, 
allüberall wirst du verehrt, 
dein Wort mit Freuden stets gehört, 
die Kinder lieben die Mutter treu und inniglich. 
(Helme ab!) Wie könnte ich vergessen, Allmutter Praga, dich.

Lulu Praga!

Mächtig erschallet, frohe Gesänge!
Schwingt euch empor, ihr heiteren Klänge
bis zu der Sterne strahlende Welt,
die mit uns sippen am Himmelszelt.
Dir, Praga, dir gilt das erste Lulu!
Solo: Allweise Mutter, Stern des Uhu!
Alle: Allweise Mutter, Stern des Uhu!

(Das Reych erhebt sich!)
Lasset von Mund zu Mund voll es erbrausen,
lasset durch alle Lüfte es sausen,
lasst es durchtosen den festlichen Saal.
Lasset verkünden uns allzumal:
Dir Praga, dir gilt das letzte Lulu
Solo: Allweise Mutter, Stern des Uhu!
Alle: (Helm ab)
Allweise Mutter, Stern des Uhu!

Sippungs – Schlußlied

Die Mitternachtsstunde, sie ist wieder da,
lasst scheiden uns, Brüder in Uhu, Aha;
den Helm jetzt vom Haupte das Schwert von der Seit´, 
ach! Scheiden, ihr Brüder bringt Sorgen und Leid! 
Ach! Scheiden, ihr Brüder bringt Sorgen und Leid!

Denn eh´ noch acht Tage vorüber gesaust
das Volk der Schlaraffen hier wiederum haust,
drum preiset den Aha und ehrt den Uhu,
und scheidet ihr Brüder mit lautem Lulu
und scheidet ihr Brüder mit lautem Lulu!

 

 

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Stand: 12. März 2009